Wir erarbeiten für Sie optimale Strategien, um Ihre Ziele zu erreichen
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Kanzlei Steinfartz

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Die richtige Anlageberatung - Was Sie dabei beachten sollten

» Wie sieht eine typische Anlegerberatung aus

Die ordnungsgemäße Beratung erfolgt grundsätzlich in mehreren Schritten:

1. Einholung der erforderlichen Kundeninformationen

2. Information des Kunden über alle wesentlichen Umstände des Produktes

3. Abgleich der Kundeninformationen mit dem für den Kunden passenden Produkt

4. Erstellen des Beratungsprotokolls

» Welche Informationen sollten Sie als Kunde ihrem Anlageberater oder der Bank geben?

Für eine fachgerechte Anlageberatung müssen Sie dem Bankberater mitteilen, welche Anlageziele Sie verfolgen und wie Ihre finanziellen Verhältnisse gestrickt sind.

» Anlageziele

Hinsichtlich Ihrer Anlageziele sollten Sie mitteilen, welche Ziele Sie verfolgen, d.h. beispielsweise den eigenen Vermögensaufbau, um zu einem späteren Zeitpunkt eine Immobilie zu erwerben oder das Studium der Tochter zu finanzieren, geht es Ihnen vielmehr um die Altersvorsorge und die Absicherung Ihrer Liquidität oder haben Sie so ausreichend Geld zur Verfügung, sodass Sie sich für eine spekulative Anlage entscheiden können.

Wie hoch ist Ihre Risikobereitschaft und wann benötigten Sie das Geld spätestens wieder, d.h. die Frage nach der Fristgebundenheit.

» Vermögensstatus

Hinsichtlich Ihrer finanziellen Verhältnisse sollte geklärt werden, wie hoch Ihr Wertpapier- oder Geldvermögen ist. Beziehen Sie regelmäßige Einkünfte aus Gehalt, Mieteinnahmen und Kapital oder steht Ihnen nur eine Rente zur Verfügung. Welche regelmäßigen Pflichten müssen Sie erfüllen, wie beispielsweise Miete, Unterhaltszahlung usw.

» Kenntnisse

Schließlich ist zu klären, welches Ihre persönlichen Erfahrungen sind. Haben Sie bereits mit dem Produkt wie beispielsweise einem Schiffsfonds oder einem Zertifikat Erfahrungen gemacht. Wie viele Geschäfte haben Sie in den letzten Jahren abgeschlossen und haben Sie beispielsweise Erfahrungen mit Kapitalanlagen in fremden Währungen.

Erst wenn diese Fragen zu Ihren Anlagezielen, Ihren finanziellen Verhältnissen und Ihren Kenntnissen umfassend beantwortet sind, kann der Bankberater überhaupt einschätzen, welches Produkt er Ihnen empfehlen kann bzw. darf.

» Präsentation der Geldanlage

Im nächsten Schritt muss der Berater Ihnen die Geldanlage vorstellen und Sie über alle wesentlichen Umstände dieser Geldanlage informieren.

Hierzu gehört natürlich das mit dieser Geldanlage verbundene Risiko, seine Art und Funktionsweise, die Möglichkeit der Kapitalrückzahlung und die Kosten bzw. Gebühren die hierdurch entstehen.

Dabei darf der Berater Ihnen natürlich nur diese Finanzprodukte empfehlen, die auch Ihren vorher besprochenen Anlagezielen, Ihren finanziellen Verhältnissen und Kenntnissen entsprechen.

» Protokoll

Im letzten Schritt muss über die Beratung ein Protokoll erstellt werden. Dieses Beratungsprotokoll soll Ihnen ermöglichen, vor Abschluss eines Geschäftes das Beratungsgespräch auszuwerten und auf dieser Grundlage eine fundierte Anlageentscheidung zu treffen.

Unstimmigkeiten über den Inhalt des Gesprächs können Sie damit sofort aufdecken und monieren.

Das Protokoll muss folgenden Inhalt haben:

- Informationen über Ihre persönliche Situation, Ihre wesentlichen Anliegen und deren Gewichtung

- Angaben zum Anlass und zur Dauer des Beratungsgesprächs

- Informationen über die Finanzinstrumente und Wertpapierdienstleistungen die Gegenstand der Anlageberatung waren

- Die Empfehlung des Anlageberaters und die für diese Empfehlung genannten wesentlichen Gründe

- Die Unterschrift des Kundenberaters

 

Bei telefonischer Beratung kann auf Ihren ausdrücklichen Wunsch hin das Geschäft auch vor Erhalt des Protokolls abgeschlossen werden.

Stellen Sie nach Zugang des Protokolls fest, dass dieses nicht richtig oder nicht vollständig ist, haben Sie ein einwöchiges Rücktrittsrecht.

» Prüfung des Protokolls

Prüfen Sie das Ihnen ausgehändigte Protokoll sorgfältig auf seine Richtigkeit. Vor allem die Angaben über Ihre persönliche Situation, d.h. Ihre Anlageziele, Ihre finanziellen Kenntnisse und Erfahrungen sowie Ihre wirtschaftliche Situation, sollten Sie gewissenhaft lesen. Wichtig ist auch, ob die Gewichtung Ihrer Anliegen – also beispielsweise die Abwägung zwischen höheren Ertragschancen und der Sicherheit einer Anlage – richtig wiedergegeben ist.

» Die BaFin

Natürlich können sich auch an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) wenden, wenn Sie der Auffassung sind, dass Sie falsch beraten wurden.

Die BaFin ist für jeden Hinweis dankbar, den sie von Anlegern erhalten, denn nur so kann sie prüfen, ob die Bestimmungen des Aufsichtsrechts durch die betreffende Bank oder Berater eingehalten wurden.

Beachten Sie jedoch, dass die BaFin Streitfälle zwischen Ihnen und Ihrem Berater nicht entscheiden kann. Dies ist die Aufgabe der Gerichte, an die Sie sich wenden müssen, wenn Sie die Rückabwicklung der Geldanlage wünschen.

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