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BGH-Urteil: Auch Direktkommanditisten können Schadensersatz verlangen

Wie der Bundesgerichtshof (BGH) in einem aktuellen Urteil vom 9. Mai 2017 (Aktenzeichen: II ZR 10/16) entschieden hat, können auch Anleger, die sich als Direktkommanditisten an einer Kommanditgesellschaft beteiligt haben und nicht ordnungsgemäß über die Risiken ihrer Beteiligung aufgeklärt wurden, Schadensersatz von Treuhandkommanditisten verlangen. Damit hat der BGH die Möglichkeiten von geschädigten Anlegern verbessert, Schadensersatzforderungen nach gescheiterten Fondsgeschäften durchzusetzen.

Auch Treuhänder können wegen Prospekthaftung in Anspruch genommen werden

Die Richter des höchsten deutschen Zivilgerichts erklärten in ihrer Urteilsbegründung, dass auch Treuhänder wegen sogenannter „Prospekthaftung im weiteren Sinne“ gegenüber Anlegern schadensersatzpflichtig sein können, wenn diese vor dem Beitritt zur Kommanditgesellschaft nicht ordnungsgemäß über die Risiken einer Beteiligung aufgeklärt wurden. Bei Anbahnung des Aufnahmevertrags bestehe für die Treuhänder eine vorvertragliche Aufklärungspflicht, so der BGH. Ausreichend dafür sei, dass der Treuhänder der Fondsgesellschaft vor dem Direktkommanditisten beigetreten und an deren Organisation beteiligt sei.

Bundesgerichtshof hebt Urteil der Vorinstanz auf

Mit der zuvor dargestellten Argumentation stellt sich der BGH gegen das Urteil des Berufungsgerichts. Dieses  hatte entschieden, dass ein Direktkommanditist keinen Schadensersatz vom Treuhänder verlangen könne. Das Gericht hatte seine Entscheidung damit begründet, dass ein Direktkommanditist im Gegensatz zum Treugeber-Kommanditist nicht in einem engen Verhältnis zum Treuhänder stehe. Aus diesem Grund bestünden für den Treuhänder keine Aufklärungspflichten gegenüber Anlegern, welche der Gesellschaft als Direktkommanditisten beigetreten seien. Schadensersatzansprüche seien daher ausgeschlossen.

Welche Folgen hat das BGH-Urteil für geschädigte Anleger?

„Der BGH hat mit seiner Entscheidung die Situation von geschädigten Anlegern stark verbessert, da für Schadensersatzklagen sowohl der Kreis der Anspruchsberechtigten als auch der der Anspruchgegner erweitert wurde“, fasst Matthias Steinfartz, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht aus Rostock, die Folgen des Urteils zusammen. „Insgesamt haben sich somit die Chancen auf Schadensersatz erhöht. Anleger, welche im Zuge einer Investition in eine Fondsgesellschaft Verluste erleiden mussten, sollten wegen dieses Umstands ihre rechtlichen Möglichkeiten von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarkt überprüfen lassen“ so der Rechtsanwalt von der Kanzlei Steinfartz weiter.

Unsere Leistungen:

Die Kanzlei Steinfartz in Rostock ist auf den Bereich Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisiert und hat bereits eine Vielzahl von Anlegern erfolgreich bei Rechtsstreitigkeiten mit Gesellschaften, Banken und Beratern vertreten. Sollten Sie Geld in eine Fondsgesellschaft investiert haben und aus dieser Investition Verluste erlitten haben, empfehlen wir Ihnen, sich mit uns in Verbindung zu setzen. Gerne sichten wir Ihre Unterlagen und beraten Sie über ihre Möglichkeiten. Profitieren Sie von unserer Erfahrung im Bereich des Bank- und Kapitalmarktrechts.