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Banken dürfen häufig keine Kapitalertragsteuer bei Widerruf des Darlehensvertrags einbehalten

Bei Widerruf eines Darlehensvertrages wird von den Banken oftmals behauptet, dass eine Kapitalertragsteuer einbehalten werden müsse. Diese Aussage ist jedoch oftmals unzutreffend. Kunden, die ihren Darlehensvertrag widerrufen, sollten sich daher nicht beirren lassen und im Zweifel die Kapitalertragsteuerpflicht durch einen Anwalt prüfen lassen.

Keine Kapitalerträge bei hoher Zinslast

Der Nutzungsersatz bei der Rückabwicklung eines Darlehensvertrages ist grundsätzlich ein Kapitalertrag im Sinne von § 20 Abs. 1 Nr. 7 EstG, da es sich dabei um eine unfreiwillige Vorenthaltung von Kapital handelt. Oftmals erwirtschaften die Darlehensnehmer jedoch überhaupt keine Einkünfte mit dem Kapitalvermögen. Liegen die Darlehenszinsen über den Zinsen für den Nutzungswertersatz, so hat sich die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Darlehensnehmers nicht erhöht, da er keinen Einnahmenüberschuss erzielt hat. Da ein objektiver wirtschaftlicher Zusammenhang zwischen der Leistung des Darlehensnehmers und der Leistung der Bank als Darlehensgeber besteht, hat der Darlehensnehmer bei wirtschaftlicher Betrachtungen keinen steuerpflichtigen Überschuss aus den Zinseinnahmen erwirtschaftet.

Was folgt daraus für den Verbraucher?

Dem Verbraucher fließen bei Ausübung des Widerrufrechtes und der anschließenden Rückabwicklung keine Kapitalerträge zu, da lediglich die wechselseitigen Nutzungsherausgabeansprüche berücksichtigt werden. Keinen Einfluss auf die Frage, ob ein Überschuss aus Kapitalvermögen erzielt wurde, haben die Rückgewährung der Darlehenssumme und der erbrachten Zins- und Tilgungsleistungen. Beide führen nicht zu einer Erhöhung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Steuerpflichtigen. Ergibt sich auf der Seite des Darlehensnehmers insgesamt ein Verlust, muss die Bank steuerpflichtige positive Kapitalerträge mit negativen Kapitalerträgen verrechnen und einen etwaigen Verlust ins darauffolgende Jahr vorzutragen. Darüber hinaus müssen die Kreditinstitute auf Verlangen, dem Steuerpflichtigen eine entsprechende Steuerbescheinigung ausstellen.

Unsere Leistungen:

Die Kanzlei Steinfartz in Rostock ist auf den Bereich Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisiert und hat bereits eine Vielzahl von Anlegern erfolgreich bei Rechtsstreitigkeiten mit Gesellschaften, Banken und Beratern vertreten. Sollte Ihre Bank bei Widerruf eines Darlehensvertrages eine Kapitalertragssteuer einbehalten, sollten Sie dies nicht ohne vorherige anwaltliche Prüfung hinnehmen. Zögern Sie daher nicht, sich mit uns in Verbindung zu setzen. Gerne sichten wir Ihre Unterlagen und beraten Sie über die Chancen und Risiken einer geplanten Investition. Profitieren Sie von unserer Erfahrung im Bereich des Bank- und Kapitalmarktrechts.