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BGH-Urteil: Nicht jeder Fonds für Altersvorsorge geeignet

In Zeiten niedriger Zinsen suchen Sparer immer häufiger nach lohnenden Alternativen zu den klassischen Sparanlagen, um für das Alter vorzusorgen. Beliebte Anlageobjekte sind Fonds, welche zum Teil mit hohen Renditeaussichten beworben werden. Doch wer überlegt, sein Geld in einen Fonds zu investieren, sollte sich vorab genau darüber informieren, ob ein Fonds den Bedürfnissen und der Risikobereitschaft entspricht, da es zwischen den Fonds zum Teil gravierende Unterschiede gibt. Nicht jeder Fonds ist gleich sicher und somit für die Altersvorsorge wirklich geeignet.

SHB Altersvorsorgefonds: Irreführender Namen für Fonds

Wie der Bundesgerichtshof bereits mehrfach entschieden hat, müssen bei einer Anlageberatung stets die Bedürfnisse der Sparer berücksichtigt werden. Empfiehlt der Anlageberater eine für die Bedürfnisse ungeeignete Geldanlage, so kann er deshalb auf Schadensersatz in Anspruch genommen werden. Gleiches gilt für Fonds, die durch ihren Namen den Eindruck erwecken, besonders für ein bestimmtes Anliegen geeignet zu sein. Dies hat der Bundesgerichtshof in einem aktuellen Urteil entschieden (Aktenzeichen: III ZR 489/16). So erwecke ein Fonds mit dem Namen SHB Altersvorsorgefonds (heute: MD München-Dornach Fonds GmbH & Co. KG) den Eindruck, besonders für die Altersvorsorge geeignet zu sein. Dies sei jedoch unzutreffend, sodass die Anleger getäuscht wurden und nun Schadensersatz verlangen können. 

Schadensersatzanspruch gegen Altersvorsorge-Fonds

Der BGH sprach zwei Anlegern einen Schadensersatz in Höhe von insgesamt 94.900 Euro gegen die Treuhandkommanditistin des Fonds zu. Diese habe die Kläger nicht darauf hingewiesen, dass der Fonds entgegen der Prospektangaben kein speziell konzipierter Altersvorsorgefonds sei und darüber hinaus auch keine zusätzlichen Sicherungsinstrumente aufweise, wie dies bei anderen Immobilienfonds der Fall sei. Der Fonds sei daher trotz des Namens nur sehr bedingt zur Altersvorsorge geeignet.

Wie kann man sich als Anleger von einem Fonds lösen?

Wirbt eine Fondsgesellschaft mit einer besonderen Eignung für ein Anlegerbedürfnis (z.B. Altersvorsorge), so muss der Fonds dafür auch tatsächlich geeignet sein. Ist dies nicht der Fall, kann der Anleger die Fondsbeteiligung kündigen, da er nicht vollständig und verständlich über Umstände, die für seine Anlageentscheidung von wesentlicher Bedeutung waren, aufgeklärt wurde. Weiterhin besteht die Möglichkeit auch die Vermittler einer Geldanlage auf Schadensersatz in Anspruch zu nehmen, sollten diese z.B. einen riskanten Fonds empfehlen, der objektiv nicht zur Altersvorsorge geeignet ist.

Unsere Leistungen:

Die Kanzlei Steinfartz in Rostock ist auf den Bereich Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisiert und hat bereits eine Vielzahl von Anlegern erfolgreich bei Rechtsstreitigkeiten mit Gesellschaften, Banken und Beratern vertreten. Weiterhin beraten wir auch vorab und informieren Sie über die Risiken von verschiedenen Geldanlagen. Zögern Sie daher nicht, sich mit uns in Verbindung zu setzen. Gerne sichten wir Ihre Unterlagen und beraten Sie über die Chancen und Risiken einer geplanten Investition. Profitieren Sie von unserer Erfahrung im Bereich des Bank- und Kapitalmarktrechts.