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Insolvenz der KTG Agrar SE: Anleger sollten rechtliche Schritte prüfen lassen

Am 5. Juli hat die KTG Agrar SE in Eigenverwaltung ein Insolvenzverfahren beantragt. Ziel ist es, die Unternehmensgruppe nachhaltig zu rekonstruieren. Aufgrund der Insolvenz der KTG Agrar SE besteht für die Anleger nunmehr die Möglichkeit, ihre Anleihe außerordentlich zu kündigen. Dieser Schritt kann durchaus sinnvoll sein, da den Anlegern im Laufe der Unternehmenssanierung weiteres Ungemach droht. Weiterhin bleibt die Forderung nach der Kündigung im Nennbetrag der Anleihe einschließlich der aufgelaufenen Zinsen bestehen.

Anleger der Biowertpapiere II und III betroffen

Die Insolvenz der KTG Agrar SE trifft die Anleger der Biowertpapiere II und III gleichermaßen. Zunächst hatte nur den Anlegern der Anleihe Biowertpapier II ein Recht zur außerordentlichen Kündigung zugestanden, unter der Voraussetzung, dass die Zinsen nicht bis zum 6. Juli gezahlt wurden. Ein außerordentliches Kündigungsrecht besteht jetzt auch für Anleger der Biowertpapier III-Anleihe, da gemäß den Vertragsbedingungen die Teilschuldverschreibung gekündigt werden kann, wenn die Anleiheemittentin die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt.

Erfolgreiche Sanierung der KTG Agrar SE ungewiss 

Ob die KTG Agrar SE wirklich erfolgreich saniert werden kann, ist zum jetzigen Zeitpunkt mehr als ungewiss. „Anleger müssen im Laufe der Sanierung mit weiteren Hiobsbotschaften rechnen. Die finanzielle Zukunft des Unternehmens ist alles andere als rosig“, befürchtet Rechtsanwalt Matthias Steinfartz aus Rostock. Im Juni 2017 und Oktober 2019 werden die Anleihen Biowertpapier II und Biowertpapier III mit einem Volumen von 250 Millionen Euro bzw. 92 Millionen Euro zuzüglich Zinsen zur Rückzahlung fällig. Ob diese Auszahlungen so geleistet werden können, darf nach derzeitigem Stand bezweifelt werden.

Weitere Einschnitte für Anleger wahrscheinlich

Aus diesem Grund erscheint es wahrscheinlich, dass die KTG Agrar SE die Anleger dazu auffordern wird, einen Teil zur Sanierung beizutragen. Denkbar wäre z.B., Anleger auf einen Teil der Zinsen verzichten sollen oder die Laufzeiten der Anleihen verlängert werden. Besonders kritisch ist dabei, dass im Grunde weder die Sanierer noch der Vorstand daran interessiert sind, dass die Anleger ihr investiertes Geld zurückerhalten. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sollten daher kritisch und sachkundig durch einen spezialisierten Anwalt geprüft werden. „Auch sind derartige Maßnahmen keine Garantie dafür, dass die Sanierung tatsächlich gelingt und eine Insolvenz dadurch vermieden werden kann“, so der Rostocker Fachanwalt für Bankrecht und Kapitalmarktrecht.

Anleger sollten rechtzeitig ihre rechtlichen Möglichkeiten prüfen lassen

Sollte ein reguläres Insolvenzverfahren über das Vermögen der KTG Agrar SE eröffnet werden, sind die investierten Gelder der Anleger bedroht. In diesem Fall müssten die Forderungen beim Insolvenzverwalter angemeldet werden. Ob die Anleihe vorher gekündigt wurde oder nicht, ist dafür ohne Bedeutung. Noch ist es allerdings nicht so weit und für betroffene Anleger besteht noch Handlungsspielraum. In Anbetracht der schwierigen Situation und den düsteren Zukunftsaussichten sollten sich Anleger von einem Fachmann über ihre juristischen Möglichkeiten beraten lassen. Diese umfassen nicht nur die Kündigung, sondern auch die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen.

Unsere Leistungen:

Die Kanzlei Steinfartz in Rostock hat bereits eine Reihe von Anlegern erfolgreich bei Rechtsstreitigkeiten mit Gesellschaften, Banken und Beratern vertreten. Insbesondere Anlegern, welche in Projekte wie die der KTG Agrar SE investiert haben, konnten wir bereits zu einem Erfolg im Prozess verhelfen können.

Wenn Sie ebenfalls Probleme mit einer derartigen Beteiligung haben, zögern Sie nicht sich mit uns in Verbindung zu setzen. Gerne sichten wir Ihre Unterlagen und beraten Sie über Ihre Chancen und das weitere Vorgehen. Profitieren Sie von unserer Erfahrung im Bereich des Bank- und Kapitalmarktrechts.