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Container-Investments – Magellan Maritime Services GmbH insolvent – Was können Anleger jetzt tun?

Die etwa 10.000 Anleger, die Direktinvestments in Form von Containern bei der Magellan Maritme Services GmbH getätigt haben, müssen um ihr Geld (insgesamt über 400 Millionen Euro) fürchten. Am 31.05.2016 hat die Gesellschaft am Amts­gericht Hamburg einen Insolvenzantrag gestellt.

Das Geschäftsmodell der Magellan Maritme Services GmbH

Die Magellan-Gruppe ist bereits seit 35 Jahren auf dem Markt für Container aktiv. Seit 1995 hat das Unternehmen über 250.000 Container vermietet. Das Geld für die Geschäftstätigkeiten stammte von Privatanlegern. Diese erwarben Container und vermieteten diese an die Magellan Maritme. Das Unternehmen wiederum vermietete die Container an Dritte weiter. Dabei handelte es sich in der Regel um Reedereien. Nach Ende der Mietzeit wurden die Container an den Verkäufer zurück verkauft. Magellan warb mit Mietrück­flüssen von über zehn Prozent im Jahr. Die Höhe der Mietzahlungen sowie der Rückkaufpreis wurden den Anlegern von der Magellan Martime garantiert, sodass die Investition für die Anleger als besonders sicher erschien.

Containergeschäfte auf Talfahrt

Das Containergeschäft ist trotz aller Werbeversprechen nicht ohne Risiko. So besteht grundsätzlich die Gefahr, dass Reedereien die vereinbarte Miete nicht zahlen können. Weiterhin unterliegt der Containermarkt (wie alle Märkte) Schwankungen, sodass die Nachfrage bei der Containeranmietung rückläufig sein kann. Auch der garantierte Rückkaufpreis kann zu hoch angesetzt sein.

Dass diese Risiken nicht zu unterschätzen sind, zeigt sich in der derzeitigen Krise des Containergeschäfts, in der sich die Gefahren nun verwirklicht haben. Die stark gesunkenen Stahl- und Ölpreisen und das nied­rige Zins­niveau sind die Hauptgründe für einen massiven Preisverfall für Container. ­Die Miet­raten für Neu- und Gebraucht­container sind drastisch gesunken, weshalb Magellan bereits vor einigen Wochen die Ausschüttungen an seine Anleger ausgesetzt hatte.

Unzureichende Aufklärung über Risiken

In den Verkaufsprospekten wurden Anleger mit sehr hohen Mieteinnahmen und Kaufpreisen gelockt, welche deutlich über den marktüblichen Preisen lagen. Die erheblichen Risiken, welche sich in der aktuellen Krise realisiert haben, wurden potenziellen Anleger jedoch schön geredet oder ganz verschwiegen. Matthias Steinfartz, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht aus Rostock, hält die an Anleger von den Firmen gegebenen Informationen für unzureichend. „Die Anbieter solcher Direktinvestments müssen keinen Verkaufs­prospekt veröffent­lichen, wenn sie keine feste Rück­kaufs­garantie für die Container geben“, erläutert der Rechtsanwalt das Problem. „Weiterhin können derartige Unternehmen relativ ungehindert agieren.“ „Leider haben sich viele Anleger von den Renditeaussichten blenden lassen und haben das Risiko verkannt. Doch noch ist nicht alles verloren“, macht Steinfartz den betroffenen Anlegern Mut.

Wie soll­en die Anle­ger jetzt rea­gie­ren?

Anlegern stehen nach Einschätzung der Kanzlei Steinfartz verschiedene Handlungsmöglichkeiten offen. Zum einen sind die Anleger Eigentümer der Container und können grundsätzlich die Herausgabe verlangen. Jedenfalls darf der Insolvenz­verwalter die Container nicht einfach verkaufen, um so Geld für die Insolvenzkasse zu erhalten. Weiterhin können die Kauf­verträge unter Umständen widerrufen werden, wenn die Verträge über das Internet abge­schlossen wurden. Die Widerrufs­belehrungen zu den Verträgen sind nach Ansicht der Kanzlei Steinfartz fehler­haft. Die Anleger könnten in diesem Fall aus der Insolvenzmasse bedient werden. Darüber hinaus bestehen möglicherweise Schadensersatzansprüche, wenn nicht ausreichend über die Risiken der Kapitalanlage aufgeklärt wurde.

Für die Prüfung der Ansprüche sollten Anleger zeitnah die Hilfe eines Fachanwalts für Bank- und Kapitalmarktrecht in Anspruch nehmen, um die Rechtslage prüfen lassen.

Unsere Leistungen:

Die Kanzlei Steinfartz in Rostock hat bereits eine Reihe von Anlegern erfolgreich bei Rechtsstreitigkeiten mit Gesellschaften, Banken und Beratern vertreten. Insbesondere Anlegern, welche in Anleihen wie der von Magellane Martime investiert haben, konnten wir bereits zu einem Erfolg im Prozess verhelfen können.

Wenn Sie ebenfalls Probleme mit einer derartigen Anleihe haben, zögern Sie nicht sich mit uns in Verbindung zu setzen. Gerne sichten wir Ihre Unterlagen und beraten Sie über Ihre Chancen und das weitere Vorgehen. Profitieren Sie von unserer Erfahrung im Bereich des Bank- und Kapitalmarktrechts.