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NL Nord Lease AG verschickt Mahnbescheide - Anleger zum Handeln gezwungen

Die NL Nord Lease AG, in welcher sich Anleger als atypische stille Gesellschafter in verschiedenen Beteiligungsvarianten beteiligen konnten, hat einen Großteil dieser Anleger in den letzten Monaten zu unberechtigten Zahlungen aufgefordert. Die Aufforderungsschreiben hat die NL Nord Lease AG dann durch Gerichtsvollzieher zustellen lassen und hat nun beim Amtsgericht Hamburg Mahnscheide erneut gegen einzelne Anleger beantragt. Betroffene Anleger sollten unbedingt handeln und nicht riskieren, dass der Mahnbescheid aufgrund von Untätigkeit rechtskräftig wird.

Probleme bei der Auszahlung bei gekündigten Beteiligungen

Die Gesellschaft ist dazu verpflichtet, nach einer Kündigung der Beteiligung einen sogenannten Auseinandersetzungswert zu errechnen. Dieses Guthaben muss die Gesellschaft bis Ende des Folgejahres der Kündigung auszuzahlen. Schon in den vergangenen Jahren kam es hierbei immer wieder zu Streitigkeiten. Eine Reihe von Anlegern, welche ihre Beteiligung bereits vor Jahren gekündigt haben, wartet bis heute auf die Auszahlung ihres Auseinandersetzungsguthabens. Die Gesellschaft ist der Ansicht, nicht zahlen zu müssen und beruft sich auf dabei auf einen im Gesellschaftsvertrag geregelten Liquidationsvorbehalt, der sie vermeintlich dazu berechtige, fällige Abfindungsansprüche nicht auszahlen zu müssen. Allerdings verstößt diese Regelung gegen das Transparentgebot und ist deshalb unwirksam, was vom Landgericht Hamburg auch bestätigt wurde.

Zahlungsaufforderungen für laufende Beteiligungen

Im Mai 2015 hat die Gesellschaft sämtliche Anleger mit Beteiligung angeschrieben und zur Rückzahlung von Ausschüttungen aufgefordert. Nach unserer Auffassung sind diese geltend gemachten Zahlungsansprüche nicht fällig, da diese (falls überhaupt) erst nach Beendigung der Beteiligung und Ermittlung des Auseinandersetzungswerts geltend gemacht werden können. Weiterhin ist auch die Höhe der geltend gemachten Forderungen größtenteils undurchsichtig. Im September ließ die Gesellschaft dann die Schreiben durch Gerichtsvollzieher zustellen und kündigte dabei auch die Beteiligung zum 31.12.2016. Viele Anleger waren daraufhin verunsichert und dachten, es handle sich nun um eine titulierte Forderung, welche sie nun zahlen müssten, um einer Pfändungen zu entgehen. Allerdings ist die Zustellung per Gerichtsvollzieher nur ein besonderer Weg, um ein Schreiben zu versenden. Eine Forderung kann jedoch nur vollstreckt werden, wenn ein rechtskräftiger Titel vorliegt. Weiterhin ist die Kündigung der Beteiligung zum 31.12.2016 unwirksam, weil überhaupt kein Kündigungsgrund vorliegt. Nun geht die Gesellschaft allerdings noch einen Schritt weiter und verschickt Mahnbescheide, mit denen die Gesellschaft ihre angeblichen Forderungen aus den gekündigten Beteiligungen geltend macht.

Betroffene Anleger, die einen Mahnbescheid erhalten haben, sollten unbedingt handeln

Die von der Gesellschaft geltend gemachten Ansprüche wurden nicht gerichtlich geprüft. Daher können auch unberechtigte Forderungen in einem Mahnbescheid geltend gemacht werden. Für die betroffenen Anleger ist es daher sehr wichtig, innerhalb einer Frist von zwei Wochen nach Zustellung des Mahnbescheides Widerspruch gegen den Mahnbescheid einzulegen. Geschieht das nicht, kann die Gesellschaft daraufhin einen Vollstreckungsbescheid beantragen. Auch dagegen kann innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung Widerspruch eingelegt werden. Betroffene Anleger sollten sich in jedem Fall anwaltliche Hilfe suchen, da besonders bei den „Classic Plus“ und „Sprint“ Beteiligungen gute Chancen bestehen, sich erfolgreich gegen die Forderungen zu wehren.

Unsere Leistungen:

Die Kanzlei Steinfartz in Rostock hat bereits eine Reihe von Anlegern erfolgreich bei Rechtsstreitigkeiten mit Gesellschaften, Banken und Beratern vertreten. Insbesondere Anlegern, welche in Gesellschaften wie der NL Nord Lease AG investiert haben, konnten wir bereits zu einem Erfolg im Prozess verhelfen können. Wenn Sie ebenfalls Probleme mit einer derartigen Gesellschaftsbeteiligung haben, zögern Sie nicht sich mit uns in Verbindung zu setzen. Gerne sichten wir Ihre Unterlagen und beraten Sie über Ihre Chancen und das weitere Vorgehen. Profitieren Sie von unserer Erfahrung im Bereich des Bank- und Kapitalmarktrechts.