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Euro Grundinvest: Drohende Zahlungsunfähigkeit – Gesellschaften verlangen Ausschüttungen von Anlegern zurück

Für Anleger der Euro Grundinvest AG war es eine böse Überraschung. In einem Schreiben vom 18.11.2015 wurden diese aufgefordert, die ausgeschütteten „Vorabauszahlungen“ zurück zu zahlen. Weiterhin wird in dem Schreiben ganz offen davon gesprochen, dass die Finanzlage Euro Grundinvest AG äußerst angespannt sei. Sogar von einer drohenden Zahlungsunfähigkeit ist die Rede. „Ob Anleger dieser Aufforderung nachkommen müssen, ist fraglich und sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Fachmann erfolgen“, rät Rechtsanwalt Matthias Steinfartz aus Rostock.

Anleger sollen erhaltene Zinsen zurückzahlen

Um die drohende Insolvenz zu verhindern, sollen die Anleger nun die bisher erhaltenen Zinsen zurückzahlen, um die Euro Grundinvest AG zu sanieren. Begründet wird die Aufforderung damit, dass die wirtschaftliche Lage der AG Ausschüttungen aus Gewinnen nie zugelassen habe. Verantwortlich für die wirtschaftliche Misere sollen die Unterzeichner der Emissionsprospekte sowie Malte Hartwieg, der Geschäftsführer und ehemaligem Inhaber der Vermittlungsplattform dima24 sein. Das Geschehen erinnert stark an die Vorgänge bei Selfmade Capital und New Capital Invest. Diese Emissionshäuser gehörten ebenfalls Malte Hartwieg und auch dort wurden zunächst Zinsen an die Anleger ausgeschüttet. Später blieben diese jedoch aus und die Fondsgesellschaften dieser Emissionshäuser mussten Insolvenz anmelden.

Anleger sollten das Geld nicht ohne rechtliche Prüfung zahlen

Rechtsanwalt Matthias Steinfartz empfiehlt betroffenen Anlegern der Zahlungsaufforderung nicht ohne rechtliche Prüfung nachzukommen. Als Grund dafür nennt der Fachanwalt für Bank und Kapitalmarktrecht ein BGH-Urteil aus dem Jahr 2013. „In dem besagten Urteil hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass Ausschüttungen, nur unter bestimmten Umständen zurückgefordert werden können. Derartige Regelungen müssen im Gesellschaftsvertrag verankert sein und darüber hinaus eindeutig und verständlich formuliert sein“, erklärt Steinfartz. „Ob diese hier vorliegen, kann bestritten werden.“

Betroffene Anleger sollten Handlungsmöglichkeiten überdenken

„Für die betroffenen Anleger war das Schreiben ein unerwarteter Schlag. Diese sollten jetzt allerdings nicht in Schockstarre verfallen, sondern sich über ihre Optionen informieren“, empfiehlt Matthias Steinfartz. Eine solche sei etwa ein Schadensersatzanspruch, welcher aus einer fehlerhaften Anlageberatung resultieren könne. Eine ordnungsgemäße Anlageberatung beinhaltet, dass die Anleger umfassend über die Risiken aufgeklärt werden müssen. Darüber hinaus hätten die Angaben in den Verkaufsprospekten den Anleger über die Risiken informieren müssen. „Noch sind Hopfen und Malz also nicht verloren. Allerdings ist Eile geboten, sodass sich Anleger schnellstmöglich um eine fachkundige Beratung bemühen sollten.“

Unsere Leistungen:

Die Kanzlei Steinfartz in Rostock hat bereits eine Reihe von Anlegern erfolgreich bei Rechtsstreitigkeiten mit Gesellschaften, Banken und Beratern vertreten. Insbesondere Anlegern, welche in Projekte wie die der Euro Grundinvest AG investiert haben, konnten wir bereits zu einem Erfolg im Prozess verhelfen können.

Wenn Sie ebenfalls Probleme mit einer derartigen Gesellschaftsbeteiligung haben, zögern Sie nicht sich mit uns in Verbindung zu setzen. Gerne sichten wir Ihre Unterlagen und beraten Sie über Ihre Chancen und das weitere Vorgehen. Profitieren Sie von unserer Erfahrung im Bereich des Bank- und Kapitalmarktrechts.