Wir erarbeiten für Sie optimale Strategien, um Ihre Ziele zu erreichen
Titel

Kanzlei Steinfartz

Tel.:  49 (0)381 - 40310310
Fax:  49 (0)381 - 403103113

Unsere Standorte:

Tel.:  49 (0)40 - 228688288
Fax:  49 (0)40 - 228688289

Stephanstr. 8, 18055 Rostock

Tarpen 40, 22419 Hamburg

Anfrage senden

kostenlos und unverbindlich

Titel
Titel
Titel
Titel

Kündigung von Bausparverträgen: Gerichte geben Bausparern recht!

Vor etwa einem Jahr haben die Bausparkassen damit begonnen, im großen Stil langfristig bestehende Bausparverträge zu kündigen. Für die Kunden bedeutet diese Praxis die vorzeitige Beendigung ihrer gut verzinsten Verträge. Die Bausparkassen berufen sich dabei in den meisten Fällen auf ein Sonderkündigungsrecht, das es ihnen vermeintlich erlaubt, ein Darlehen 10 Jahre nach Vollauszahlung zu kündigen. Dieser Sichtweise hat deutschlandweit eine Reihe von Gerichten in den vergangenen Wochen widersprochen!

Bausparkassen können sich nicht auf Sonderkündigungsrecht berufen

Das OLG München hatte bereits im Jahr 2011 entschieden, dass sich die Bausparkassen nicht auf die Regelung des § 489 Abs.1 Nr.2 BGB berufen können, da diese Norm ein Kündigungsrecht gewährt, das ausschließlich dem Darlehensnehmer zusteht. Mit einer Kündigung des Bausparvertrags durch die Bausparkasse löst sich diese von ihrer Rolle als Darlehensnehmerin und der als Darlehensgeberin. Für eine solche Kündigung enthalte § 489 BGB jedoch keine Grundlage.

Deutschlandweit geben die Gerichte den Bausparern recht

Der Rechtsauffassung des OLG München sind nun weitere Gerichte gefolgt. So entschieden etwa das Amtsgericht Ludwigsburg und das Landgericht Karlsruhe, dass die jeweiligen Kündigungen der Bausparverträge durch die Bausparkassen unwirksam seien. In beiden Fällen hatten die Bausparkassen die Verträge zehn Jahre nach Zuteilungsreife gekündigt. Die Bausparkassen führten in ihren Kündigungsschreiben an, ein Sonderkündigungsrecht nach § 489 Abs. 1 Nr. 2 BGB zu besitzen, das es ihnen erlaube, die Darlehen 10 Jahre nach Vollauszahlung des Darlehens zu kündigen. In beiden Fällen kamen die Gerichte zu dem Ergebnis, dass sich die Bausparkassen nicht auf ein solches Sonderkündigungsrecht berufen können.

Bausparer sollten Kündigung des Bausparvertrages nicht einfach hinnehmen

„Die aktuellen Urteile zeigen, dass die Gerichte bisher auf Seiten der Bausparer stehen und die Rechtslage keinesfalls so eindeutig ist, wie sie von den Bausparkassen gegenüber ihren Kunden dargestellt wird“, fasst Matthias Steinfartz, Rechtsanwalt aus Rostock die derzeitige Situation zusammen. „Für Bausparer kann es sich in vielen Fällen lohnen gegen die Kündigung vorzugehen. Betroffene Sparer sollte die Sachlage von einem fachkundigen Anwalt prüfen lassen“, rät der Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht. Zwar steht eine Entscheidung durch den BGH noch aus, allerdings lässt sich eine Tendenz zu Gunsten der Bausparer erkennen.

Unsere Leistungen:

Gerne sichten wir auch Ihre Unterlagen und prüfen, ob die Kündigung Ihrer Bausparkasse wirksam ist. Hierfür können Sie gerne ein kostenloses Erstgespräch mit uns vereinbaren. Wir beraten Sie zu allen Fragen rund um Ihre Bausparverträge und informieren Sie, welche Möglichkeiten es gibt, gegen die Bausparkasse vorzugehen. Die Kanzlei Steinfartz in Rostock ist schon seit vielen Jahren auf dem Gebiet des Bankenrechts aktiv. Wir vertreten eine Reihe von Mandanten bei Klagen gegen Kreditinstitute. Dementsprechend verfügen wir über eine große Erfahrung, welche wir gerne auch Ihnen zu Gute kommen lassen. Wenn Sie eine Prüfung durch uns wünschen, können Sie uns gerne per Telefon oder per E-Mail eine unverbindliche, kostenlose Anfrage zusenden.