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Rückkaufswert von Lebensversicherungen: Versicherungsnehmer haben Anspruch auf  Mindestbetrag

Wird eine Lebensversicherung oder Rentenversicherung vorzeitig gekündigt, ist der Rückkaufswert aus Sicht der Versicherungsnehmer oftmals enttäuschend. Allerdings besteht ein Anspruch auf Erstattung eines bestimmten Mindestbetrags für den Rückkaufswert. Dies hat der Bundesgerichtshof (BGH) in mehreren Entscheidungen unzweifelhaft bestätigt. Eine Reihe von Vertragsklauseln, die von den Versicherungsunternehmen zur Berechnung des Rückkaufswerts verwendet werden, ist ungültig. Dabei sind insbesondere die Verrechnung der Abschlusskosten (Zillmerung) und der Stornoabzug häufige Streitpunkte.

Praxis der Zillmerung benachteiligt Verbraucher unangemessen

Die sogenannte Zillmerung bewirkt, dass die Abschlusskosten für die Versicherungspolice, die Verwaltungsgebühren und die Maklerkosten gleich zu Beginn von den Beiträgen des Versicherungsnehmers abgezogen werden. Dieser Vorgang hat zur Folge, dass der Versicherte gerade zu Beginn der Laufzeit seiner Lebensversicherung oder Rentenversicherung nur sehr geringe Beiträge gezahlt hat, was sich negativ auf den Rückkaufswert der Versicherung auswirkt. „Glücklicherweise hat der Bundesgerichtshof diese Praxis untersagt“, so Rechtsanwalt Matthias Steinfartz, von der Kanzlei Steinfartz in Rostock. Klauseln in den Versicherungsbedingungen, welche bewirken, dass die Abschlusskosten mit den ersten Versicherungsbeiträgen des Versicherten verrechnet werden, stellen eine unangemessene Benachteiligung dar und sind daher unwirksam.

Klauseln in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen müssen eindeutig sein

Dieser Grundsatz gilt auch für vergleichbare Klauseln bei fondsgebundenen Rentenversicherungen. Weitergehend sind auch solche Regelungen unwirksam, bei denen nicht hinreichend deutlich zwischen dem Rückkaufswert und dem Stornoabzug differenziert wird. Diese verstoßen gegen das Transparenzgebot. Die Höhe des Rückkaufswerts muss mindestens die Hälfte des Deckungskapitals betragen, das aus der Prämienkalkulation errechnet wird. Nach dem Inkrafttreten des neuen Versicherungsvertragsgesetzes hat der Versicherungsnehmer ohnehin einen Anspruch auf einen Mindestrückkaufswert.

Versicherungsnehmer haben möglicherweise einen zu niedrigen Rückkaufswert erhalten

Besonders Versicherungsnehmer, welche eine vor 2008 abgeschlossenen Lebens- oder Rentenversicherung vorzeitig gekündigt haben, könnten einen zu niedrigen Rückkaufswert erhalten haben. „Für Versicherungsnehmer kann sich eine Überprüfung durch einen fachkundigen Anwalt durchaus lohnen“, bestätigt Matthias Steinartz. Weiterhin besteht unter Umständen die Möglichkeit, eine Police zu widerrufen. Ein Widerruf ist möglich, wenn der Versicherungsnehmer nicht ordnungsgemäß über seine Widerrufsmöglichkeiten belehrt worden ist. In diesen Fällen ist es möglich, die Versicherung rückabzuwickeln. Der Verbraucher erhält in diesem Fall die gezahlten Beiträge fast vollständig zurück. Ein Widerruf ist grundsätzlich auch noch dann möglich, wenn die Versicherung bereits vorzeitig gekündigt worden ist.

Unsere Leistungen:

Die Kanzlei Steinfartz aus Rostock verfügt über große Erfahrung im Bereich Versicherungsrecht und ist mit den auftretenden Problemen bestens vertraut. Gerne können Sie sich vertrauensvoll mit Ihrem Anliegen an uns wenden. Gerne sichten wir Ihre Unterlagen und beraten Sie hinsichtlich des weiteren Vorgehens. Nutzen Sie die Möglichkeit hierfür ein kostenloses Erstgespräch mit uns zu vereinbaren.