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BWF-Stiftung: Bis zu 8000 Anleger mit falschem Gold um Investition gebracht

Immer wieder verlieren Kleinanleger viel Geld auf dem sogenannten „grauen Kapitalmarkt“. Dieser ist bis heute quasi unreguliert, was es Betrügern leicht macht. Auch die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistung) sieht sich nur bedingt für das Problem verantwortlich. Zwar wurde im Jahre 2012 ein Gesetz zur Regulierung verabschiedet, allerdings sind zuvor und auch später viele weiterer dubiose Produkte am grauen Kapitalmarkt entstanden. Zu diesen gehören auch solche der Berliner Wirtschafts- und Finanzstiftung (BWF-Stiftung) in Trägerschaft des Bund Deutscher Treuhandstiftungen e.V. (BDT e.V.). Diese verkauften offiziell Gold an Anleger, welche das Gold an die Stiftung verliehen. Als Ausgleich sollten die Anleger eine Rendite in Form von Zinsen in Höhe von 5 bis 7,5 Prozent erhalten. Weiterhin sollte nach dem Ende der Laufzeit die Möglichkeit bestehen, das Gold zum gleich Preis zurückzukaufen.

Anleger investieren 55 Millionen Euro – BaFin reagiert zu spät

Im Jahre 2014 hatten bereits 5.900 Anleger etwa 55 Millionen Euro in die Stiftung investiert. Erst zu dieser Zeit fiel der BaFin nach einer anonymen Anzeige scheinbar auf, dass es sich bei dem Geschäftsmodell eigentlich um ein zulassungspflichtiges Einlagengeschäft handelt und forderte die Stiftung auf, die Geschäfte auf freiwilliger Basis zurück abzuwickeln. Alle Anleger sollten ihr Geld zurückbekommen. Diesem Vorgang versuchte sich die BWF-Stiftung offenbar durch die Verlagerung der Anleger in neue Verträge zu entgehen. Erst fünf Monate ordnete die BaFin die Rückabwicklung an, was die Nichtigkeit der Verträge bewirkte.

BWF-Stiftung täuschte Anleger offenbar mit falschem Gold

Als die Räume der Stiftung von Polizei und BaFin schließlich durchsucht wurden, stellten die Beamten fest, dass ein Großteil der Anlegergelder verschwunden war. Von den insgesamt 4,7 Tonnen sichergestelltem Gold waren gerade einmal 320 Kg echt. Das Landeskriminalamt Berlin stellte fest, dass die BWF-Stiftung Anlegergelder in zweistelliger Millionenhöhe nicht zum Ankauf von physischem Gold genutzt hat. Das Verfahren wird fortgesetzt werden und weitere Prüfungen des Falschgoldes folgen. Somit dürfte es unwahrscheinlich sein, dass die Anleger mit den vorhandenen und beschlagnahmten Vermögensgegenständen ihr gesamtes Geld zurückbekommen. Zwar wurde die Rückabwicklung verhältnismäßig schnell eingestellt und ein Insolvenzverwalter eingesetzt, dennoch dürfte es lange Zeit dauern, bis die Anleger zumindest einen Teil ihres Geldes zurück erhalten.

 Trotz Insolvenzverfahrens: Für Anleger besteht durchaus Hoffnung

„Anleger, die in die BWF-Stiftung investiert haben, können sich trotz der Insolvenz Hoffnung auf eine Rückzahlung ihrer Investition machen“, so Rechtsanwalt Matthias Steinfartz aus Rostock. Zum Teil dürften die Vermittler wegen Falschberatung haftbar gemacht werden können. „Außerdem könnten die Wirtschaftsprüfer, die die Echtheit des Goldes attestiert haben, in Anspruch genommen werden. Diese hätten nicht richtig geprüft. Allerdings sei diese Fehlleistung von einer Versicherung abgesichert. Diese müsse dann für den entstandenen Schaden aufkommen.“ erklärt der Fachanwalt für Bank – und Kapitalmarktrecht.

Wie kann ich mich als Anleger vor Betrügereien schützen?

Was kann man als Kleinanleger für Sicherheitsvorkehrungen treffen, um sich vor solchen Betrügern zu schützen? Wichtig ist zunächst einmal, dass man im Vertrag als Eigentümer des Edelmetalls eingetragen wird. Eine Inhaberschuldverschreibung reicht hierfür nicht aus! In diesem Fall wäre man bei einem Bankrott des Anbieters nämlich nicht abgesichert. Weiterhin sollten 1 Gramm-Goldbarren gemieden werden, wie sie von der BWF beworben wurden. Der Anbieter sollte zudem transparent sein und man sollte vor einer Investition im Internet recherchieren, welche Erfahrungen andere Anleger bereits mit dem Anbieter gemacht haben. Hierfür können auch unabhängige Vergleichsportale in Anspruch genommen werden. Auf diesen können auch Preise verglichen werden. Sollte ein Angebot ungewöhnlich hohe Gewinne versprechen, sollten Anleger besser Finger davon lassen.

Unsere Leistungen:

Die Kanzlei Steinfartz in Rostock hat schon viele Anleger erfolgreich bei Rechtsstreitigkeiten mit dubiosen Gesellschaften vertreten. Wir betreuen derzeit auch Anleger der BWF-Stiftung und bemühe uns, diese zu einem Erfolg im Prozess verhelfen können. Sollten Sie ebenfalls in das Gold der BWF-Stiftung investiert haben, dann zögern Sie nicht sich mit uns in Verbindung zu setzen. Gerne sichten wir Ihre Unterlagen und beraten Sie über Ihre Chancen und das weitere Vorgehen. Profitieren Sie von unserer Erfahrung im Bereich des Bank und Kapitalmarktrechts.