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Keine zwingende Diskriminierung bei Nichteinstellung einer Bewerberin mit Kind im Grundschulalter

Wie das Bundesarbeitsgericht am 18.09.2014 in seinem Urteil entschied, stellt eine Absage mit einem schriftlichen Vermerk auf das Alter des Kindes nicht unbedingt eine mittelbare Diskriminierung wegen des weiblichen Geschlechts dar.

Die Klägerin hatte sich bei einem lokalen Rundfunksender als Buchhaltungskraft beworben. In ihren Bewerbungsunterlagen machte die Frau folgende Angaben: „Familienstand: verheiratet, ein Kind“. Als sie die Bewerbung mit der Absage zurück erhielt, war hinter der Angabe der Zusatz „7 Jahre alt!“ ergänzt worden. Die Bewerberin sah sich deshalb als Mutter eines schulpflichtigen Kindes diskriminiert und klagte auf Entschädigung. Die Notiz spreche aus ihrer Sicht dafür, dass der Radiosender die Kindesbetreuung und die Ausübung einer Vollzeitstelle für nicht miteinander vereinbar halte. Die Beklagte widersprach den Vorwürfen und machte geltend, eine höher qualifizierte Frau eingestellt zu haben.

 

Herangezogene Statistik zur Begründung der mittelbaren Benachteiligung muss zur entsprechenden Fallkonstellation passen

Das Berufungsgericht (Landesarbeitsgericht) hatte der Klägerin Recht gegeben und ihr eine Entschädigung in Höhe von 3000Euro zugesprochen. Dabei hatte das Gericht eine Statistik zur Begründung herangezogen, welche vom Bundesarbeitsgericht als aussagelos abgetan wurde. Ein Verweis auf den Anteil der Frauen mit Kindern an der Gesamtzahl der Vollbeschäftigten lässt nach Ansicht des BAG keine Rückschlüsse für den zugrundeliegenden Sachverhalt zu. Zwar könne die Benachteiligung wegen des Geschlechtes durch ein dem Anschein nach neutrales Kriterium beispielsweise durch eine entsprechende Statistik dargelegt werden, allerdings muss diese aussagekräftig sein.

 

Berufungsgericht prüft nun eine unmittelbare Benachteiligung

Nach der erfolgreichen Revision der Beklagten, prüft das Landesarbeitsgericht nun, ob in dem Vermerk auf den Bewerbungsunterlagen auch eine unmittelbare Benachteiligung der Frau durch den Radiosender darstellen kann.

 

Unsere Leistungen:

Wurden auch Sie z.B. wegen eines zu betreuenden Kindes oder aufgrund einer körperlichen Einschränkung im Bewerbungsverfahren vermeintlich diskriminiert? Dann nutzen Sie die Möglichkeit einer juristischen Beratung. Rufen Sie uns an und vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch. Gerne sichten wir Ihre Unterlagen und klären Sie über mögliche rechtliche Schritte auf. Schon etlichen Mandanten konnten wir bei diskriminierenden Absagen helfen. Profitieren auch Sie deshalb von unserer langjährigen Erfahrung im Arbeitsrecht.